Fritz Eckengas Mitteilungen für interessierte Dorfbewohner

 

Ein altes und ein neues Ja(hr)

 

das alte Jahr? Ach ja. Ja klar.

War e, i, u, war annehmbar.

Sogar das Arschloch Januar

benahm sich halbwegs wunderbar.

 

Im Jahr war soweit alles drin,

so Mitte März sogar mal Sinn.

Es wurd geweint, gepoppt, gelacht.

Hat round about ganz gut gekracht.

 

Im Jahr kam eingtlich alles vor.

Freude, Trauer, Abseitstor.

Inhalt? Tiefgang? Auch. Doch doch.

Besonders viel im Sommerloch.

 

Ein neues Jahr? Von uns aus Ja.

Vorausgesetzt, Ihr seid dann da.

Ein gutes Jahr? Wir sind bereit.

Wenn Ihr unsre Gesellschaft seid.

 

 

Wenn das neue Jahr so gut wird, wie es Fritz Eckengas Gäste jetzt schon sind, kann eigentlich überhaupt nichts schiefgehen. Auf diese Freunde und Kollegen des Gastgebers dürfen Sie sich freuen:


Sonntag, 05. März 2017, 12 Uhr

 

Hans Zippert

 

Wer die „Welt“ kennt, kennt Hans Zippert. „Zippert zappt“ seit 1999 täglich auf der Titelseite. In seiner Kolumne beschäftigt er sich mit aktuellen Ereignissen. Wenn Astronomen vermuten, dass es auf dem Mars einfache Formen von Leben gegeben hat, dann weist Hans Zippert in beängstigender Rasanz nach, dass dort primitive soziale Strukturen wie die „FDP“ oder „DSDS" genauso denkbar sind wie chaotische Molekülzusammenballungen, die man auf der Erde als Stadtwerke Bochum, Kastelruther Spatzen oder Griechenland kennt. Zippert war langjähriger Chefredakteur der Satirezeitschrift Titanic. Er arbeitete für das FAZ-Magazin und für diverse Zeitschriften. 2007 und 2011 bekam er den Henri-Nannen-Preis. International wurde Zippert berühmt, nachdem die große Elizabeth Taylor über eines seiner zahlreichen Bücher schwärmte: „Es könnte Ihnen gefallen, wenn Sie schon einmal ein Buch gelesen haben – das ist aber keine Bedingung.“


Sonntag, 02. April 2017, 12 Uhr

 

Rainer Pause

 

Wie bitte? Rainer Pause zum ersten Mal zu Gast bei den Dorfmitteilungen? Das kann ja wohl nicht wahr sein! Unverzeihlich eigentlich, aber schnell erklärt. Der Mann arbeitet unermüdlich gegen seinen Nachnamen an. Pause ist Gründer, Inhaber und Geschäftsführer des Bonner Kabarett- und Musik-Theaters „Pantheon“, Urheber und Präsentator der Kultveranstaltung „Pink-Punk-Pantheon“, „Miterfinder und Moderator des Satire-Preises „Prix-Pantheon“. Außerdem ist Rainer Pause the one and only „Fritz Litzmann“, Transpirationskünstler und Alterspräsident des fiktiven „Heimatvereins Rhenania“, in dem er zusammen mit seinem Duo-Partner Norbert Ahlich, alias Hermann Schwaderlappen, die gesamtgesellschaftlichen Verhältnisse solange zusammenfaltet, bis die Zuhörer wirklich nichts mehr verstehen können, weil sie unter der Belastung ihrer eigenen Begeisterung zusammengebrochen sind. Wenn Sie das auch schaffen wollen, sollten Sie sich pünktlich einfinden. Rainer Pause hat an dem Tag auch noch was anderes zu tun.


Sonntag, 30. April 2017, 12 Uhr

 

Pit Knorr

 

Wer Pit Knorr in seinem Leben noch nicht wahrgenommen hat, muss ein humorloser Außerirdischer sein. Der Begriff „Comedy“ war hierzulande noch keiner, als Knorr und seine Freunde längst Comedy machten. Allerdings auf einem Niveau, das nichts mit dem der heutigen Mainstream-Einheitssoße gemein hat.  Knorr gehört zum Großadel der Deutschen Hochkomik: Vorstandsmitglied der „Neuen Frankfurter Schule“, Mitgründer der Satirezeitschriften „Pardon“ und „Titanic“, Weggefährte von Robert Gernhardt, Mitglied der „GEK“-Gruppe (Gernhardt-Eilert- Knorr), Mitautor der Bühnenshows und Spielfilme von Otto Waalkes, Urheber des botanischen Kurzdramas „Erna, der Baum nadelt“, Erfinder und Autor der TV-Show „Dr. Muffels Telebrause“, der Hörspiele „Die schärfsten Kritiker der Elche“, „Horch, ein Schrank geht durch die Nacht“ und „Pisa und die Volgen“. Vor allem aber ist Pit Knorr ein Mensch mit äußerst angenehmen Sitten und eine bestialische Rampensau.


Sonntag, 28. Mai 2017, 12 Uhr

 

Jörg Thadeusz

 

Jörg Thadeusz ist ein umfassend gebildeter Mann. Er besitzt sehr genaues Detailwissen über die Dortmunder Vororte Lütgendortmund und Bövinghausen. Darüberhinaus kennt er sich gut aus in den Gemeinden Washington, Berlin sowie in den Flugzeugen, die zwischen diesen Städten hin- und herfliegen. Außerdem weiß er eine Menge über das deutsche Liegewagenschaffner- und Rettungssanitäterwesen, über den Marathon-Mann mit dem Hammer und über die personelle und inhaltliche Ausstattung diverser öffentlich-rechtlicher Rundfunksender. In Thadeusz’ Eigentum befindet sich das noch unveröffentlichte Manuskript eines brandneuen Heimatromans, ein Grimmepreis und ein nachtschwarzer Kulturbeutel mit dem goldgelben Aufdruck der Silhouette des Dortmunder Fußballstadions. Jörg Thadeusz beeindruckt mit seiner Freundlichkeit und seiner Unterhaltungskunst. Außerdem ist er der bestgekleidete Mann in Fritz Eckengas Freundeskreis.


Sonntag, 02. Juli 2017, 12 Uhr

 

Martin Zingsheim

 

Martin Zingsheim hat keine Hörner am Kopf, sondern in der Vitrine. Der Preisträger des internationalen Kabarett-Preises „Salzburger Stier“ hat die Satire-Szene zwar auch erobert, vor allem aber hat er sie bereichert. Wäre Assoziations-Hopping olympisch, Martin Zingsheim könnte sich Hoffnung auf Medaillen machen. Das 31 Jahre junge Ausnahmetalent bietet eine rasante Show außerhalb aller Schubladen. Ein wilder Gedankenstrom, ein sprachlich wie musikalisch virtuoses Abenteuer über Gott und die Welt, Liebe und Hass, Erziehung und Pauschalreisen. Zingsheim kämpft gegen die musikalischen Folgen einer Kindheit in den 90ern, erklärt Veganismus zu einer rein lexikalischen Herausforderung und plant den Sturz des herrschenden Systems durch getanzte Revolution. Am Rande des Scharfsinns redet, spielt und singt sich der Senkrechtstarter durch seine eigenen Geistesblitze. Ist komisch, klingt aber so.

 


Karten für die Veranstaltungen im Dortmunder U gibt es hier.


Alle Veranstaltungen werden von WDR 5 aufgezeichnet und am jeweiligen Abend des Veranstaltungstages um 20 Uhr in einer einstündigen Version gesendet.