Fritz Eckengas Mitteilungen für interessierte Dorfbewohner

 

Viele Fragen bewegen seit Menschengedenken die Welt. Einige konnten inzwischen beantwortet werden. Dreht sich die Erde um die Sonne? Jou. Warum fliegen Flugzeuge? Damit Deutsche schneller nach Mallorca kommen. Und: Wer ist die Beste? Mutti.

Immer noch nicht gelöst werden konnten dagegen folgende Rätsel: Gibt es intelligentes Leben auf der Erde? Existiert Gott? Vor allem aber: Was will eigentlich Fritz Eckenga?

„Es gibt keine dummen Fragen, es gibt nur dumme Antworten“. Ach was. Die Frage, was Fritz Eckenga will, ist sogar dümmer, als die Polizei erlaubt.

Es käme ja auch niemand auf die Idee, zu fragen, was der Hulk, Wonderwoman und Iron Man wollen. Sie sind Superhelden, Eckenga ist Supersatiriker. Die Bedrohungen sind vielfältig und verlangen exible, schnelle Entscheidungen. Ganz egal, ob es um kosmische Verschwörer, terroristische Fremdintelligenzen oder um den Nachbarn mit dem Overkill-Kärcher geht. Wenn der Superheld einen Superschurken erkannt hat, muss der dran glauben. Der Held hat keine Wahl. Er muss retten.

Die Dorfbewohner können von Glück sagen, dass Fritz Eckenga seine segensreiche Tätigkeit nicht einstellt. An seiner Seite kämpfen nicht minder sonderbegabte GastheldInnen unerschrocken für das Gute, Gerechte und Gehaltvolle.

Die Hoffnung lebt. Und zwar an genau fünf Sonntagen im ersten Halbjahr 2018. Im Kinosaal des Dortmunder U, dem gut gepolsterten Zivilschutzraum im Herzen der Stadt. 

 

Karten für alle fünf Veranstaltungen können bis zum 23.02. im Abo zum vergünstigten Preis erworben werden:

 

Karten für Einzelveranstaltungen können Sie unten buchen.


Sonntag, 25. Februar 2018, 12 Uhr

 

Dietmar Wischmeyer

 

Dietmar Wischmeyer hat seine geheime Einsatzzentrale verlassen. Und zwar am Steuer seines >Lanz Bulldog Glühkopf<, einem mit Teeröl betrie- benen Tarnkappen-Raumgleiter, der erstmalig 1923 bei der Bekämpfung der niedersächsischen Schwarzwurzelfäule zum Einsatz kam und der bis zum heutigen Tage von bildungsfernen Journalisten für einen Traktor gehalten wird. Auf seinen Zeitreisen schreibt Wischmeyer beidhändig Bücher, spricht Radiokolumnen und infundiert Frischzellen in ZDF-Heute-Show-Senioren. Sobald ihm eine bespielbare Immobilie im Weg steht, entert er die Bühne, vergrämt anwesende Restdummheit und überschüttet das Publikum mit verdichtetem Gedankengang. Die Boulevard-Presse ist begeistert. Der Wiedenbrügger Restanzeiger schreibt: >Wuchtige Wortgewalt, laszive Landlust, hysterische Heimatliebe. Wischmeyer ist der Diffundator der Herzen.< 

 

www.wischmeyer.de


Sonntag, 25. März 2018 12 Uhr

 

Katinka Buddenkotte 

 

Wonderwoman Tinka hat ein Zeitfenster offen, durch das sie nach Dortmund fliegen kann. Gerüchte, denen zufolge ihre längere Abwesenheit bei den Dorfmitteilungen darauf zurückzuführen sei, dass sie sich im Mai 2015 auf einem Longboard bis in die Südpfalz verfahren habe, entbehren jeglicher Grundlage. Es handelte sich um eine U-Bahn der Dortmunder Stadtwerke, mit der sie es immerhin bis Köln-Nippes geschafft hat. Dort wurde sie kurz vor Heiligabend zwischen Manuskriptstapeln gesichtet, aus denen sie Manhattan im Maßstab 1:9 nachgebildet hatte. Nach einem Skype-Talk mit dem Gastgeber ist sie dann an der 79. Straße (Upper West Side) in die Linie 1 gestiegen, mit der sie am 25. März gegen 11:30 Uhr an der Haltestelle Westentor gegenüber dem Dortmunder U vorfahren wird. Im Gepäck hat sie u.a. ihren hochgelobten neuen Roman >Eddie muss weg<. 

 


Sonntag, 29. April 2018, 12 Uhr

 

Hartmut El Kurdi

 

Dürfte man die Bezeichnung >Superheld< steigern, müsste man Hartmut El Kurdi >Amsuperstenheld< nennen. Schon früh begann der Multiple Hero damit, seine Fähigkeiten karitativ einzusetzen. Viele junge Dortmunder pro- tieren davon, als sie sich in seinem panischen Action-Drama >Angstmän< im Kinder- und Jugendtheater vor Lachen in die Hose gemacht haben. Seine Wohnorte Amman, London, Kassel und Braunschweig hat er solange vor dem Verfall bewahrt, bis er nach Hannover zog. Unter seinem Pseudonym >Reverend Al The Hammer Twang< verhalf er zahlreichen Instrumenten dazu, in der Americana-, Country & Western- und Honkytonkmusik mitzuspielen. Dass er auch noch die Zeit fand, fünf Raummeter Bücher, Theaterstücke und Hörspiele anzufertigen, kann mit herkömmlichen Methoden nicht erklärt werden. Sondern nur mit seinen Superkräften. 

 


Sonntag, 27. Mai 2018, 12 Uhr

 

 

Volker Surmann

 

Volker Surmann ging bereits im zarten Alter von vier Jahren in die Geschichte ein. Mit seinem Kettcar >Horch KL< überquerte er den Barnacken im Südosten des Teutoburger Waldes und nahm Herford ein. Seitdem wird er von ostwestfälischen Aborigines als >Volkeror The Conqueror< verehrt. Nach diesen frühen Erfolgen verlagerte sich Surmann nach Berlin, terminierte die Mauer und stellte die Deutsche Einheit her. Anschließend hörte man Volker zum ersten Mal sehr laut lachen. Folgerichtig erschien kurz darauf sein Debüt-Roman >Die Schwerelosigkeit der Flusspferde<, in dem er mit dem Comedybusiness abrechnete. Inzwischen beherrscht Surmann das Hauptstadt-Verlagsimperium >Satyr<, veröffentlichte mehrere Geschichtenbände und Romane und spricht auf Missionsreisen zu den Menschen.

Im westwestfälischen Dortmund predigt er aus seinem Ratgeberbestseller >Bloßmenschen. Schöner schämen für alle<. 

 


Sonntag, 01. Juli 2018, 12 Uhr

 

 

Severin Groebner

 

Ein Österreicher, der sich erfolgreich und freiwillig in Deutschland assimiliert hat, muss entweder über übernatürliche Kräfte verfügen oder ein Wiener sein. Auf Severin Groebner trifft beides zu. Er besiedelte bisher die Welt- und Geldmetropolen München und Frankfurt/ M. und bespielt die Restrepublik ausdauernd mit seinen Soloprogrammen. All das bei bester Gesundheit und ohne jemals seine herrlich schlechte Laune zu verlieren. Superseverin ist als Geburtswiener mit der Gabe gesegnet, sich und anderen solange apokalyptische Stimmungsaufheller zu verabreichen, bis niemand mehr danach fragt, was das Abendland eigentlich am Morgen danach macht. Obwohl jung an Jahren, hat Groebner viel mitgemacht. Sogar den Untergang der Titanic. Deswegen weiß er aus erster Hand, dass der Barkeeper auf Deck 2 seinen Kummer nicht nur in Alkohol ertränkt hat. Es ist ein Glück, dass Severin vor der Sommerpause noch mal kurz bei Fritz reinschaut und den >Abendgang des Unterlands< schildert. Wer weiß, ob im Herbst noch Zeit dazu wäre. 

 


Alle Veranstaltungen werden von WDR 5 aufgezeichnet und am jeweiligen Abend des Veranstaltungstages um 20 Uhr in einer einstündigen Version gesendet.